TERESA

GRANDITS

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Teresa Grandits Arbeiten lassen sich als konstant harmonisch, zwischenklingend und mit- schwingend beobachten und schaffen ein künstlerisch-ironisches Kommentar zum klassischen

Nepotismus. Die ihre eigene, zeitgenössische Sprache beschreibt, die Abwesenheit des Körpers als eine indirekte Darstellung mit Platzhaltern. Durch die interkulturelle Reziprozität der österreichisch- kroatischen Wurzeln werden die Blickwinkel einer Stadt, ihrer Menschen deren (Alltags-) Geschichten behandelt. Körperpolitik und Körpersprache sind dabei zentral.

Das Resultat priorisiert ein metaphorisches Konterfei, ein „Idealporträt“ und ihr persönliches Kom- mentar zu den realen und fiktiven Begegnungsstätten unserer Gesellschaft. Grandits setzt dabei den ästhetischen Schwerpunkt auf interdisziplinäre, konzeptuelle Kunstwerke, auf Ausstellungskonzeptio- nen mit dem Fokus auf Skulpturen, digitalen Druck und Textilkunst. Die unterschiedlichen künstleri- schen Disziplinen unterstützen den inhaltlichen Diskurs und erweitern dadurch den theoretischen und praktischen Rahmen ihrer Arbeiten. Es findet ein Dialog sowohl auf konzeptioneller als auch auf

ästhetischer Ebene statt, denn ohne (unsere) Vergangenheit ist eine Zukunft nicht möglich.

Konzept In ihren Arbeiten bewegt sich Teresa Grandits im Poststrukturalismus. Sie möchte unter- schiedliche Kontingenten gesellschaftlicher Entwicklungen darstellen, ansprechen, kommentieren,

kritisieren und das Kontingent als Status von Tatsachen – dem Status einer Skulptur - verstehen

lassen. Dieses Wollen betrifft die Politik – als Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen und auch die Gestaltung, die Durchsetzung von Forderungen und Zielen im privaten oder öffentlichen Bereich/Raum – die auch durch die physischen Eigenschaften

einer Skulptur repräsentiert wird.

Ihr künstlerischer Antrieb ist es, mit ihren Skulpturen die persönliche („neue“) Subjektgenerierung visuell darzustellen - eine Art „objektive Subjektivität“ zu erzeugen – repräsentiert durch das Fehlen der Extremitäten und dem damit nach außen „gehen“ [lat. extremus – äußerste] und sichtbar machen. Die Extremitäten sind merklich für die Identität des Menschen entscheidend. Menschliche Identität wird präsentiert durch Ausweise (Gesicht, Fingerabdruck oder markante körperliche Eigenschaften wie Narben, etc.) oder durch unsere Herkunft (Mutter, Vater – Geburtsurkunde, DNA).  Diese fällt in diesem Fall weg und es tritt etwas „anderes“ durch deren Abwesenheit nach „Außen“. Die Wahrneh- mung des zu sehenden Stückes verändert sich. Eine alternative Reziprozität zwischen Betrachter und Kunstwerk (Skulptur) soll ermöglicht werden und durch anatomisch menschliche Formen – trotz dem Fehlen des „Subjekts“ - eine neue, emotionale Empathie beim Betrachter erzeugen.


Teresa Grandits künstlerischen Arbeiten umfassen Skulpturen, Fine Art Prints,

digitale Bilder/Kollagen und textile Kunstarbeiten.

»Ich denke die androgynen bis teils männlich angedeuteten

Skulpturen können sowohl optisch als auch inhaltlich die

soziopolitische Außenwahrnehmung diverser und „breiter“

machen.« [a person or thing that equals to or corresponds with another

in value, amount, function and meaning]

AUSBILDUNG

09|2013 — lfd.

Doktorstudium der Philosophie, Universität für angewandte Kunst, Wien


09|2010 — 06|2012

Master of Fashion Design and Textile Engineering, Universität Zagreb, Fakultät für Textiltechnologie, Schwerpunkt Textile Design

Ausstellungen  Kunstprojekte

Kunstkooperationen

06|2021 – 09|2021

Via Dolorosa 30 Tür 28

PLAIN ART, Wien


11|2020

Salon 2020

Vienna Art Week, Wien


10|2020

Wienerin Art Walk

Palais Schönburg, Wien


09|2020

Art Vienna – Sonderausstellung F

Hofburg, Wien


06|2020 – 08|2020

No Regret, If Only

Hilger Next, Wien


11|2019

Vienna Art Week

Goldegg4/Julia Avramidis, Wien


06|2019 – 09|2019

Kunst- und Fotografieprojekt Mode Momente Landesgalerie Linz

(Textildruck/-design - Content für das Projekt Cadavre Exquis IV, 2017)


03|2019 – 04|2019

Kunst- und Ausstellungsprojekt ein signal

Offspace Falkestraße 5, 1010 Wien


11|2018 – 12|2018

Kunst- und Ausstellungsprojekt St. Petersburger Erhängung

Iko Art (8., Piaristengasse 17), Wien


10|2018

Kunst- und Ausstellungsprojekt mein erstes zimmer

Iko Art (8., Piaristengasse 17), Wien


09|2018

Kunst- und Ausstellungsprojekt/Preview mein erstes Zimmer

parallelvienna – Project Statement


07|2018

Kunst- und Ausstellungsprojekt An der Tafel

Kunst am Schauplatz, Wien


11|2017

Kunst- und Ausstellungsprojekt Treffpunkt Wien

Gallery Overground (1., Schwarzenbergstraße 8), Wien


08|2016 – 05|2017

Kunst- und Ausstellungsprojekt Therapy BlauW

Wien (Kooperation mit dem niederländischen Konsulat)


08|2016 – 04|2017

Kunst- und Ausstellungsprojekt Cadavre Exquise

Take Festival 2017


11|2015 – 06|2016

Kunst- und Ausstellungsprojekt Acrobats of Goods Tutortätigkeit – Vorlesung (02|2016)

Reciprocation in Art and Fashion – Universität Zagreb


01|2015 – 06|2015

Kunst- und Ausstellungsprojekt Paperplane Lighthouse Festival, Kroatien

künstlerische Kooperation mit Lichterloh & Clemens Wolf


09|2013 – 10|2013

Kunst- und Ausstellungsprojekt Chique Boutique

Kunst mit Funktion, Wien


09|2013 – 11|2013

Kunst- und Ausstellungsprojekt Gruppenbild mit Damen Zürich

künstlerische Kooperation mit Gertrude Rindler-Schantl


05|2010 – 03|2011

Künstlerische Kooperationen/ Produktion Dora+Maja

Zagreb/New York


09|2011 – 12|2011

Kunst- und Ausstellungsprojekt Poproque

Zagreb